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Wie man um Kunden kämpft Jedes Unternehmen, jeder Handelsvertreter und jeder Freiberufler wie Ärzte, Anwälte und Architekten sind auf Kunden angewiesen. Kaum ein Unternehmen würde überleben, wenn es keine Abnehmer hat. Kaum eine Kanzlei oder Arztpraxis könnte sich halten wenn sie keine Klienten und Patienten hätte. Für Unternehmer aller Art ist es daher wichtig, neben der Neukundengewinnung sich auch um Altkunden zu kümmern, oder das Abwandern von Kunden gar zu verhindern. Warum schreib ich darüber Ich hatte vor Kurzem mein Konto bei meiner Hausbank gekündigt, einer der größten Banken in Deutschland, derzeit sehr im Vorteil weil diese Bank sich bei Internationalen Spekulationen sehr zurückhalten musste da sie ein Institut des öffentlichen Rechts ist (Ja, nun ratet mal welche...). Der Grund hierfür ist eher zweitrangig, es lag an Differenzen mit der Gesamtanschaung dieser Bank. Nachdem ich nun die schrifliche Kündigung an die örtliche Hauptverwaltung dieser Bank schickte, kam wenige Tage später ein Anruf der zuständigen Zweitniederlassung. Man bat mich um einen Termin in der Bank. Es betreffe die Kündigung. Da ich mein Zeit nicht sehr gerne mit Unsinn verschwende, versuchte ich die Beraterin am Telefon "abzuschütteln" und die Sache telefonisch zu klären. Da sie sich nicht von ihrem Versuch abbringen lies mich zu einem Termin zu bewegen, gab ich nach und besuchte einige Tage später die Filiale. In einem fast dreißigminutigem Gespräch versuchte mich die Beraterin von den Vorteilen ihrer Bank, den Vorzügen der Produkte und so weiter zu überzeugen. Ich muss an dieser Stelle dazu sagen, das ich dieses Konto lediglich als "Unterwegskonto" nutze, da die Sparkasse Bank in nahezu jedem Ort eine Filiale besitzt oder zumindest einen Automaten stehen hat. Auf diesem Konto befindet sich also lediglich ein "Notgroschen", nicht der Rede wert. Eben soviel um im Notfall schnell tanken zu können wenn man mal kein Bar- oder Plastikgeld dabei hat. Nicht nur in schlechten Zeiten um Kunden kämpfen Es gibt also diese Bank, die in Zeiten der Finanz- und Bankenkriese, in der selbst Investmentbanker ihr Geld von Privaten Bankhäusern abziehen und zu dieser Bank bringen. Also eine Bank mit sehr starkem Zuwachs an Kunden. Selbst Finanzgenies raten zum Wechsel des Kontos zu dieser Bank. Und nun kämpft diese Bank um einen kleinen Kunden, der im Durchschnitt vielleicht 100 EUR Durchschnittsguthaben auf dem Konto hat. Sie kämpft, setzt alles daran den Kunden nochmal in die Filiale zu bekommen und versucht ihn zu überzeugen. Ein Unternehmen das im Moment nur von Neukunden schwimmt, das derzeit Milliarden über Milliardaen an privat ersparten Geldern bekommt, und das nahezu ohne Aufwand. Dieses Unternehmen kämpft um einen "kleinen Fisch". Ich blieb dennoch bei meiner Kündigung, allerdings hat mich diese Tatsache sehr beeindruckt und sehr nachdenklich gestimmt. Vielleicht sollten wir alle wieder mehr um die kleinen Fische kämpfen, vielleicht auch gerade dann, wenn es läuft, wenn der Erfolg sich quasi automatisch aufdrängt und man eigentlich mal Zeit hätte, sich zurück zu lehnen. Vielleicht sollten wir diese Arbeit alle etwas ernster nehmen, auch um kleine Fische kämpfen. Ein bekanntes Sprichwort sagt: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not". Ich denke das man gerade in guten Zeiten um jeden Kunden kämfen sollte, auch wenn er vielleicht noch so belanglos erscheinen, es kommen vielleicht einmal schlechtere Zeiten, in denen man froh ist den "kleinen Kunden" zu haben, der mal für 50 Euro bestellt oder der genau in diesem Moment vielleicht einen größeren Auftrag erteilt. |
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